Vom Neuen Operettentheater zur Musikalischen Komödie
Bestand ab Oktober 2021 im Aufbau

  • 25. August 1906 Eröffnung des „Neuen Operettentheaters Leipzig“ (Direktion Anton Hartmann) im Gebäude des „Central-Theaters“ am Thomasring mit der Operette „Das Spitzentuch der Königin“ von Johann Strauß
    Regie: Otmar Lang, ML Bernhard Sänger (Friedrich Korolany); mit Theodor Jäger (Wien), Frl. Ronell, Friedrich Becker, Frl. Jenny Door, Frl. Rainer Kritik: „Der Humorist“ Wien, 1. September 1906, S.5/6 über den Sänger Theodor Jäger: „Der Humorist“ Wien, 21. Juli 1906, S. 1/2

  • 1912 Übernahme in den Verband der Stadttheater Leipzigs (mit Neuem und Altem Theater) Oberspielleiter der Operette: Josef Groß

  • 1917 Josef Groß wird Künstlerischer Leiter des Operettentheaters

  • Ca. 1925 (?) Übernahme des Theaters durch die Central-Theater-AG Leipzig als „Operettenhaus am Dittrichring“
    Direktion und Oberspielleitung: Curt Olffers (zugleich Direktor des Walhalla-Theaters Halle) (BJB 1927, S.445), ML Georg Zörgiebel

  • 1927 Neuer Direktor wird Dr. Victor Eckert, 1927/28 finden nur Gastspiele statt (BJB 1928, S. 466)

  • 1928 Arthur Klaproth wird Oberspielleiter, Gustav Erhardt 1. Kapellmeister (BJB 1929, S. 501)

  • Ca. 1930 (?) Übernahme des Theaters durch die Bank für Realbesitz AG
    Intendant: Dr. Martin Friedemann, Paul Borgelt und Kurt Seifert Oberspielleiter, ML Walter Ettl, Erich Wittmann (BJB 1932, S.495)

  • 1932 Pächter wird die Leipziger Neues Operettentheater GmbH
    Direktion: Dr. Victor Eckert, Direktions-Stellv. Verwaltungsdirektor Hermann Jardin, Oberspielleiter Arthur Klaproth, ML Fritz Wicke (BJB 1933, S.477)

  • 01.08.1934 Hermann Jardin wird Pächter und künstlerischer Direktor des Leipziger Operettentheaters
    DNN 1. August 1934: „Das Leipziger Operettentheater unter neuer Leitung. Der bisherige geschäftliche Leiter des Leipziger Operettentheaters, Hermann Jardin, hat das Theater als Pächter übernommen. Wegen der Übernahme der künstlerischen Leitung der Bühne steht Jardin mit dem bekannten Berliner Operettenspielleiter Heinz Lingen in Verhandlungen. Direktor Jardin wird sein Theater am 25. August wiedereröffnen.“

  • 1935 Pächter wird Dir. Johannes Merz (BJB 1936)

  • März 1937 Übernahme der Direktion des Leipziger Operettentheaters durch NSKK (Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps) -Standartenführer Kiessling
    eingesetzt von Direktor Merz, Einspruch und daraufhin fristlose Entlassung Hermann Jardins

  • 4. Dezember 1943 Zerstörung der Leipziger Städtischen Theater, starke Beschädigung des Neuen Operettentheaters (Central-Theater).
    Nach dessen behelfsmäßiger Instandsetzung nach 1945 Nutzung als Schauspielhaus.
    Die Oper spielte bis 1960 im Haus des ehemaligen „Varietés Drei Linden“, Dreilindenstrasse 30.
    Das Operettentheater zog 1945 zuerst an den Lindenauer Markt Nr. 21 in den Ballsaal des ehemaligen Gasthofs „Deutsches Haus“ (Theaterhaus Lindenau).
    Nach einem Umbau firmierte es ab 1947 als „Operettentheater der Deutschen Volksbühne Leipzig“ (Dazu gehörten noch die Kammerspiele Leipzig), Intendant Kurt Lenz.
    Als die Oper 1960 in ihr neues Haus im Stadtzentrum umzog, wechselte das Operettenensemble in deren Lindenauer Domizil und etablierte sich als „Musikalische Komödie“.
    Das Theaterhaus wurde „Haus der Volkskunst“ und später „Theater der jungen Welt“.
Central-Theater Leipzig Grundriss des Central-Theaters Längsschnitt Central-Theater Krystall-Palast Leipzig Theater Battenberg Leipzig

Daten des Neuen Operettentheaters (Central-Theaters) Leipzig (1940)

  • Baujahr: 1900/1901, Bauherr: Central-Theater-AG, Architekten Schmidt & Johlige

  • Baukosten 1.600.000 RM, 1673 Plätze

  • Grundfläche des Gesamtbaues: 4000 qm, Theaterflügel: 1550 qm
    Zuschauerraum: 585 qm, Hauptbühne: 195 qm, Hinterbühne: 60 qm; Höhe Schnürboden 15 m; Orchester fest, vertieft für 35 Musiker

  • Eröffnung: 29./30. August 1902 mit einer großen Varieté-Vorstellung

Daten des Battenberg-Theaters Leipzig

  • Varietétheater/ 1929 Komödienhaus

  • Tauchaer Straße 34 (Rosa-Luxemburg-Straße), 1200 Plätze, später 700 Plätze

  • Eröffnung: 26. September 1897

Daten des Krystall-Palastes Leipzig

  • Varietétheater/ Operettenhaus/ Zirkus/ Konzertsaal

  • Komplex aus Vergnügungsstätten mit Varietésaal und Albert-Halle

  • Wintergartenstraße, fasste insgesamt bis 15.000 Personen

  • Eröffnung Krystallsaal April 1882, Eröffnung Albert-Halle 1887, zerstört 1943

Dokumente (Auswahl)

Auszug Bühnenjahrbuch 1908 Download PDF

Auszug Bühnenjahrbuch 1945-48 Download PDF

Programmheft Der Vogelhändler 1947 Download PDF

Programmheft Eine Nacht in Venedig 1948 Download PDF

Programmheft Im weißen Rössl 1948 Download PDF

Programmheft Die lustige Witwe 1949 Download PDF

Auszug Theater-Film-Funk 1950 Download PDF

Programmzettel Saison in Salzburg 1950 Download PDF

Programmheft Madame Dubarry 1951 Download PDF

Programmheft Blume von Hawai 1952 Download PDF